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Forumtheater

TraumForum „Städtische Mobilität in 2032?“ TransitionTown Initiative Marburg

By | transition theatre, vergangenes

Im Rahmen der OpenSpace Reihe für Improtheaterworkshops von TheaterGegenstand e.V. habe ich am 9.Mai einen zweistündigen TraumForum Theaterworkshop in Marburg angeboten.

In diesem Workshop haben wir die Frage erkundet, wie sich die Menschen in Marburg im Jahre 2032 fortbewegen werden? Wie sieht die städtische Mobilität in 20 Jahren aus? Nach einigen Übungen und Spielen zum Einstieg machten sich je zwei Teilnehmende auf gemeinsame Phantasiereisen ins Marburg im Jahr 2032 …. In den anschliessenden Improvisationen mit Interventionen durch die weiteren Mitspieler haben wir spannende Einblicke in unsere Vorstellungen von der Welt in 20 Jahren bekommen. Überschwemmte Lahnufer, Fahrrad-Taxis, verrückte Ruderer im Wald auf den Lahnbergen, Sprungstiefel, defekte Oberstadtaufzüge, Seilbahnen quer durch die Oberstadt und eine Paragliderstation am Schloss sind nur einige wenige Aspekte …. Auffällig war, dass es kaum individuell genutzte Autos gab und sämtliche Fahrzeuge mit Elektroantrieb unterwegs waren …. Wunschdenken oder Zukunftsträume ?

Inhaltlich habe ich den Workshop in den Kontext der jungen Transition Town Initiative in Marburg www.marburg-im-wandel.de gestellt. Über diese Plattform werden in den nächsten Wochen wahrscheinlich weitere TraumForum Theaterworkshops stattfinden. Die Termine werden dort auf der Webseite angekündigt.

TraumForum Workshop am Lernforum GG 2012

By | organisationsentwicklung, theater an tagungen, vergangenes

Auch in diesem Jahr hat in Oberursel das Lernforum Grossgruppenarbeit, organisiert von all in one spirit, stattgefunden. Am Sonntag Nachmittag  hat Eva Müller ihre Arbeit der Visionalisierung mit Kunst dargestellt.

Am Montag habe ich dann in dem OpenSpace eine Arbeitsgruppe mit dem Titel: Traumforum – theatrale Visionsarbeit initiiert. Rund 30 Teilnehmende haben sich mit einleitenden Übungen und Spielen aus dem Mittagspausen-Tief herausgespielt. Nach einem „Kampf gegen die Schwerkraft“ wurden in einer angeleiteten Phantasie-Traumreise Zukunftsbilder der Prozessbegleitung erkundet und sich danach zu zweit über diese Traumreisen ausgetauscht.

In kurzen Improvisationen mit störenden oder unterstützenden Interventionen durch die Zuschauenden haben wir sehr abstrakte und symbolische Visionen einer zukünftigen Prozessbegleitung gesehen. Die Teilnehmenden waren sich in der Abschlußreflexion einig, dass diese Form / Methode der theatralen Visionsarbeit mit ausreichend Zeit und einem spezifischem Thema einer konkreten Gruppe/Gemeinschaft zu wertvollen Entwicklungsprozessen führen kann. Insbesondere der Umgang mit den störenden oder unterstützenden Interventionen bietet zahlreiche Anknüpfungspunkte für die Erfahrungen bei der Umsetzung von Visionen…

Hier gibt es ein Protokoll mit weiteren Bildern und Beschreibungen Lernforum 2012 Traumforum -theatrale Visionsarbeit.

Ich freue mich auf weitere Anwendungsmöglichkeiten dieser theatralen Visionsarbeit.

Konflikt- und Kommunikationstraining in der Praxis GmbH Marburg

By | jugendtheater, vergangenes

Im Sommer und Herbst 2011 habe ich immer wieder ein- bis dreitägige Konflikttrainings mit arbeitssuchenden Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die an Berufsvorbereitungskursen bei der Praxis GmbH Marburg teilnehmen, durchgeführt.

Zum Einsatz kamen je nach Dauer der Trainings gemeinsam erarbeitete Konfliktmodelle, Theaterrmethoden (Spiele, Statuentheater und Forumtheater) und andere kreative Kommunikationsmethoden. Das Ziel war in allen Gruppen vor allem eine Reflexion eigener Konflikte und des eigenen Verhaltens in alltäglichen Konflikten. Dabei orientierte ich mich im Ablauf vor allem an dem SABONA Konzept, dass den von Johan Galtung entwickelten TRANSCEND Konfliktbearbeitungsansatz auf alltägliche (private & berufliche) Konflikte übertragen hat (Video Interview zu dem SABONA Programm). Insbesondere die Kombination mit den handlungsorientierten Theatermethoden war für die Teilnehmenden eine bereichernde und aktivierende Vorgehensweise.

Das wohl beste Feedback an mich war, dass die Jugendwerkstatt-Teilnehmer im November am Ende des zweiten Tages die Möglichkeit ergriffen und ihre Kursleiter fragten das Konflikttraining um einen weiteren Tag zu verlängern. So konnten wir einen weiteren Tag an den zwei Forumtheaterszenen arbeiten und gemeinsam nach Lösungsmöglichkeiten für die dargestellten Konflikte suchen.

Lehraufträge Uni Marburg: Bildung Konflikt Theater

By | konflikt und frieden, uni lehre, vergangenes

Im Wintersemester 2010/2011 hatte ich zwei Lehraufträge am Fachbereich Erziehungswissenschaft der Uni Marburg.

Seminar: Gesellschaftliche Konflikte um Bildung als Kontext von Bildungsprozessen – am Beispiel der Hochschule.

Bewusst als Einstiegsseminar im ersten Semester des BA Erziehungs- und Bildungswissenschaften konzipiert, legte das Seminar den Schwerpunkt auf die Wechselwirkungen zwischen pädagogischen, politischen, ökonomischen Widersprüchen an der Hochschule und den Bildungsprozessen an dieser Institution. Mit ethnographischen Beobachtungen und Theaterworkshops erkundeten die Studierenden ihre ersten Eindrücke an der Universität und setzen diese Erfahrungen in Bezug mit Literatur zu sozialwiss. Konflikttheorien, dem Bologna Prozess und hochschulpolitischen Entwicklungen zwischen Kritik und Utopie. Insbesondere für Studierende aus nicht-akademischen Familien war dieser Zugang zu dem Bildungsort Uni eine sinnvolle Möglichkeit sich auszutauschen und einen Blick auf die Rahmenbedingungen von Bildung zu werfen.

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Seminar: Die Kunst der Konflikttransformation – das dialogische ‚Theater der Unterdrückten‘ als Methode ziviler Konfliktbearbeitung zwischen Ästehtik und Politik.

Dieses Seminar basierte auf dem Thema meiner Diplomarbeit und war eine für mich bereichernde Möglichkeit die gesammelten Inhalte mit einer interessierten Gruppe aus den Studiengängen Diplom und BA Erziehungswissenschaften und MA Friedens- und Konfliktforschung zu diskutieren und auch praktisch anzuwenden.

Hier ein Auszug aus der Seminarbeschreibung im Vorlesungsverzeichnis:

„Zahlreiche Ansätze ziviler Konfliktbearbeitung verweisen auf die Notwendigkeit für kreative Dialogprozesse, in denen sowohl individuelle und kollektive Erfahrungen als auch Vergangenheits- und Zukunftsbezogene Perspektiven berücksichtigt werden können, um in komplexen sozialen Konflikten neue Denk- und Handlungsmöglichkeiten zu eröffnen (z.B. Lederach, Galtung, Schell-Faucon, Graf/Kramer). Das von Augusto Boal entwickelte und weltweit in zahlreichen Varianten praktizierte ‚Theater der Unterdrückten‘ (TdU) bieten zahlreiche methodologische Inspirationen für solche interaktive Dialogprozesse. Unter bewusster Berücksichtigung der jeweiligen Studienfächer und Studiengebieten der Teilnehmenden, werden in diesem Seminar die Grundlagen des TdU und der Konflikttransformation gemeinsam diskutiert um in diesem interdisziplinären Dialog die vielfältigen Herausforderungen einer konflikttransformativen theaterpädagogischen Theorie und Praxis zu erkunden. Neben den theoretischen Betrachtungen wird daher an dem angegebenen Wochenendtermin die Methodologie des TdU im Vordergrund stehen.“

Acting for Peace – Theatre and Arts in Peace Activism

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Im März 2009 haben wir einen internationalen Multiplikatorenworkshop mit Hector Aristizabal (Kolumbien/USA) in Marburg veranstaltet. Das siebentägige Programm beinhaltete eine Aufführung von Hectors Solo-Stück „Nightwind“, Filme von Theaterprojekten in der Friedensarbeit, eine Gesprächsrunde mit Prof. Wagner vom Zentrum für Friedens- und Konfliktforschung und Naakow Grant-Hayford vom Referat für Interkulturelle Konfliktforschung des AstA Marburg. Kern des Programm war der fünftägige Workshop mit einer abschliessenden Aktion in der Marburger Innenstadt.

Für die Teilnehmenden aus zahlreichen Ländern war es eine besonder Gelegenheit die Anwendung der Methoden aus dem Theater der Unterdrückten in Hectors eigenen Art und Weise kennen zu lernen. Er kombiniert in seinen Workshops das Theater der Unterdrückten mit vielen ästhetischen Elementen des Storytelling, Musik, Tanz und Ritualen. Sein sehr prozessorientierter Blick ermöglichte für viele Teilnehmenden ein vertieftes Verständnis über die Möglichkeiten der ganzheitlichen Konflikt- und Friedensarbeit über das Medium des Theaters.

Weitere Informatione sind in der Acting_for_Peace2009 Projektdarstellung (pdf) zusammengestellt.